Die Otoplastik dient der korrektiven Formgebung übermäßig vorstehender Ohren („Segelohren“) durch Umpositionierung und Fixierung der Ohrmuschel. Typische Indikationen umfassen eine protrudierende Ohrmuschel, eine vergrößerte Helix-Schlingenweite oder Asymmetrien beidseitiger Ohren. Ziel ist eine natürliche Proportion zur Schädelkontur bei Erhalt der individuellen Ohrarchitektur.
Moderne Otoplastiken basieren auf Knorpelmodellierenden oder Naht-fixierenden Methoden. Die klassische Furnas-Technik fixiert die Ohrmuschel durch nicht-resorbierbare Nähte am Mastoidperiost, um eine stabile posteriore Rotation zu erreichen. Die Mustarde-Technik schafft durch parallele Knorpelnähte eine Antihelixfalte für natürliche Konturierung. Ergänzende Ansätze wie die Stenstrom-Knorpelfaltung oder Kartilagektomie werden je nach Anatomie kombiniert, um Rezidive zu minimieren.
Ohranlegeplastik
Operationsart: Ambulant oder stationär
Narkose: Örtliche Betäubung (Lokalanästhesie) mit Sedierung oder Vollnarkose (Allgemeinanästhesie)
Dauer: 2 - 3 Stunden
Schonung: 2 Wochen
Kontrolle: nach 2 Tagen und nach 10 Tagen
Sport: nach 2 - 3 Wochen wieder möglich
Sekretariat Plastische Chirurgie Ambulanz
+49 89 4140 2176
plch.ambulanz@mri.tum.de
Montag bis Donnerstag: 08:00 - 16:00 Uhr
Freitag: 08:00 - 14:00 Uhr
Nach telefonischer Vereinbarung